Mehlem

Mehlem ist als südlichster Ortsteil Bonns, unmittelbar gegenüber dem Drachenfels, der schönste Ortsteil Bonns. Vor allem aber sind die Mehlemer*innen, ihre Vereine, ihre Nationalitäten und ihre Kulturen das Herz Mehlems. Ob seit Generationen in Mehlem lebend, oder neu hinzugezogen: Die Vielfalt der Menschen bereichert Mehlem. Als überzeugter Sozialdemokrat stehe ich für eine vielfältige, solidarische und lebensfrohe Gesellschaft nach rheinischer Art!

Dabei verfolge ich den Leitsatz: Wir sollten kein Leben gegen-, sondern miteinander führen.

Nur durch den Austausch mit unseren Mitbürger*innen, mögen die Ansichten auch noch so gegensätzlich sein, können wir die Probleme in Mehlem lösen. Das erfordert auch oft Kompromisse.

Mein Ziel ist es, die Mehlemer Bürger*innen, ob jung oder alt, ab 2020 im Stadtrat zu vertreten und mich aktiv für Mehlem einzusetzen. 

 

Aktuelle Probleme in Mehlem und wie ich sie lösen möchte

  • Mehlem ist gut angebunden und leicht erreichbar. Jedoch sind die Buslinien (610, 612, 613, 614) unpünktlich und teils unzuverlässig. Besonders morgens oder nachmittags zu Stoßzeiten sind die Busse häufig überfüllt und verspätet. Durch die Forderung von Gelenkbussen sowie Investitionen beim Personal der SWB, zur Gewährleistung einer höheren Taktung, sollen die Engpässe behoben werden.

 

  • Erhalt des Ortskernz mit seiner Infrastruktur: Mehlem lebt von seiner Dezentralität. Dafür braucht es in Mehlem eine Bank, Poststellen, Einzelhändler, Restaurants, Kneipen, Apotheken, Friseure und alle weiteren Gewerbe des täglichen Bedarfs! Der Weg in die Bad Godesberger Innenstadt, oder gar in das Bonner Zentrum darf nicht zur einzigen Alternative werden.

 

  • "Raser" halten sich nach wie vor nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung vor Schulen und auf Hauptstraßen (Grundschule Meckenheimer Straße, Mainzer Straße). Wir brauchen verstärkt Beschilderungen der Gefahrenstellen und, wenn nötig, die Einrichtung von physischen Verkehrshindernissen.

 

  • Missbrauch der öffentlichen Müll- und Altglascontainer: Entsprechende Container, besonders am Mehlemer Friedhof, werden zur Abfallentsorgung aller Art missbraucht. Der Mehlemer Friedhof verliert die entsprechende Ehrdarbietung, welche sich für eine Ruhestätte gehört. Als Lösung werde ich eine häufigere Entleerung durch Bonn Orange und nötigenfalls die Verlegung der Container zum Mehlemer Dorfplatz beantragen.

 

  • Umgestaltung des Drachensteinparks an der Mainzer Straße: Der Park sollte als Mehlemer Grünfläche attraktiver gestaltet werden. Hier plane ich eine finanzielle Förderung durch die Bezirksvertretung oder den Stadtrat. Die Ausarbeitung soll mit Bürgerbeteiligung im Quartiersmanagement erfolgen.

 

  • Errichtung eines offenen Bücherschrankes am Mehlemer Marktplatz: Der Mehlemer Marktplatz muss weiter zum Treff- und Aufenthaltspunkt für Mehlemer*innen gestaltet werden. Dazu gehört, wie in vielen anderen Bonner Stadtteilen vorhanden, ein Bücherschrank und entsprechende Sitzgelegenheiten. Die finanziellen Mittel sollen mit Hilfe des Ortsausschusses und Geldern der Bezirksvertretung  bereitgestellt werden. Außerdem soll den Mehlemer Gewerben die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung mit entsprechender Namensnennung geboten werden.

 

  • Förderung des Quartiersmanagements Obermehlemsdorf/Lannesdorf: Das Quartiersmanagement leistet seit Jahren eine enorme zivilgesellschaftliche Arbeit. Ob Freizeitangebote für jung und alt, Kurse zur Weiterbildung oder die Verschönerung unseres Ortsteils durch Blumenbeete - das Quartiersmanagement bietet eine große Bandbreite an Möglichkeiten für Mehlemer*innen! Ich werde mich dafür einsetzten die bisher auf zwei Jahre befristete Finanzierung des Quartiersmanagements aufzuheben. Das Quartiersmanagement ist fester Bestandteil der Ortsteile und bedarf keiner ständigen finanziellen Überprüfung mehr. Dies soll vor allem die Planungssicherheit bei der Arbeit des Quartiersmanagements erleichtern.

 

  • Die geplante Bebauung in der Schlossallee (Wohnanlage mit Supermarkt und bis zu 80 Wohneinheiten) wird in ihrer jetzigen Form von vielen Mehlemer*innen kritisch gesehen. Durch eine schlechte Kommunikation seitens der Stadt während der Planung sehen sich viele Mehlermer*innen vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich werde mich aktiv für eine Bürgerbeteiligung nach Vorlage des ersten Entwurfes der Investoren einsetzen. Grundsätzlich unterstütze ich jedoch das Bauvorhaben! In Bonn herrscht akuter Wohnungsmangel. Auch dieses Bauprojekt ist nur ein "Tropfen auf den heißen Stein". Vorallem unterstütze ich den von der Stadt vorgegebenen sozialgeförderten Wohnungsbau in Höhe von 40%, gemessen an allen geplanten Wohneinheiten. Eine lebendige Durchmischung (Sozialwohnungen/Wohnungen) verhindert sowohl die Entstehung von prekären, als auch von unbezahlbaren Wohnsiedlungen.Den im Bauplan vorhandenen Supermarkt lehne ich ab! Besonders problematisch dabei ist die Zu- und Belieferungsanfahrt. Der zusätzliche Verkehr durch Kund*innen, bei einer Straße dieser größe, ist für die Anwohner*innen nicht zumutbar. Für den Mehlemer Einzelhandel bedeutet der geplante Supermarkt exsitenzgefährdende Konkurenz. Dies gilt es für mich zu verhindern. Wer für den Einkauf ein Vollsortiment wünscht, ist in der Drachenburgstraße (Mehlemer Bahnhof) mit einem großen Supermarkt, zwei Discountern und zwei Getränkehändlern ausreichend versorgt. Der Erhalt aller Bäume an der Straße zur Schlossalle ist verpflichtende Vorgabe für den Investor. Das Argument der Zerstörung des Ortsbildes teile ich nicht. Bei dem Grundstück der ehemaligen jugoslawischen Botschaft handelt es sich bereits um eine versiegelte Fläche. An dieser stelle neu zu bauen ergibt nicht nur Sinn, sondern erspart zusätzliche Versiegelung an bisher unberührten Stellen in Mehlem. Besonders prägend für das Mehlemer Ortsbild war die seit jahren verwahrloste Ruine der Botschaft jedenfalls nicht. Hier werbe ich für etwas mehr Offenheit gegenüber dem Projekt, jedoch ohne den geplanten Supermarkt.